LG2 – Gruppenübung technische Hilfeleistung

Vergangenes Wochenende trainierte die Löschgruppe 2 der Feuerwehr Mooskirchen die patientenorientierte Rettung von Patienten nach Verkehrsunfällen.
Am Übungsplatz der Feuerwehr wurde dafür vom Ausbildungsbeauftragten LM d.F. Andreas Nocker ein PKW präpariert. Durch zusätzliche Objekte die das Auto verstellten, wurden Rettungswege verstellt und die Kameradinnen und Kameraden mussten sich alternative Zugangsöffnungen überlegen.

„Fischdose“
Einsatzleiter HLM Josef Graschi entschied sich beim ersten Szenario für die Fischdose. Dabei wurde die Hecklappe des PKWs mit dem Spreizer geöffnet und anschließend entfernt. Mittels Säbelsäge wird das Dach links und rechts nach vorne eingeschnitten und wie eine Sardinenbüchse nach vorne aufgezogen. Dabei wird der Patient im Auto ständig vom Inneren Retter geschützt und betreut. Mit dem Spineboard kann der Patient achsengerecht und schonend nach hinten gerettet werden.

„Dritte Tür“
Beim zweiten Szenario wurde der Patient seitlich über eine große Öffnung befreit. Bei einem drei-türigem Fahrzeug muss dafür eine zusätzliche „künstliche“ Tür geschaffen werden. Dafür wird die B-Säule mittels der hydraulischen Schere abgeschnitten und anschließend der Kotflügel mittels Säbelsäge eingeschnitten. Mit dem Rettungszylinder wird danach die 3. Tür vom Dach weg aufgedrückt. Wichtig dabei ist, dass das Dach nicht vorher geschwächt wurde und so die Energie des Rettungszylinders aufnehmen kann. Über diese große Seitenöffnung kann nun der Patient mit dem Spineboard seitlich nach hinten gerettet werden.

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Im Anschluss nach der erfolgreichen Übung wurden die 13 anwesenden Kameradinnen und Kameraden der LG2 von ihren Gruppenkommanden HLM Josef Graschi und LM Christoph Rothschedl zu einem gemütlichen Ausklang im Rüsthaus eingeladen.