Rettungsgeräte / Immobilisation

Die Feuerwehr Mooskirchen verwendet in den Fahrzeugen KRF-S Tunnel und RLFA 2000/200 jeweils eine idente Ausstattung, bestehend aus: KED, Schaufeltrage, Spineboard, Korbtrage und dazu passendes Zubehör.

Schaufeltrage
Die Schaufeltrage dient der schonenden und patientengerechten Rettung von Personen, bei denen ein Verdacht auf eine Verletzung der Halswirbelsäule, der Wirbelsäule oder des Beckens besteht. Bei Verdacht auf HWS- bzw. Wirbelsäulenverletzungen wird zusätzlich auch eine HWS-Schiene (Stifneck Select) verwendet.
Die Trage kann an die Körpergröße des Patienten angepasst werden und ist der Länge nach teilbar. Dadurch kann die verletzte Person besonders schonend und ohne große Manipulationen auf die Trage gebracht („aufgeschaufelt“) werden. Danach ist ein Verbringen des Patienten auf die Vakuummatratze des Rettungsdienstes möglich. Die Schaufeltrage kann auch zur Rettung von Personen aus PKW´s und LKW´s verwendet werden.

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Spineboard – Laerdal Baxstrap
Das Spineboard oder auch Backboard genannt ist ein aus Kunststoff bestehendes Rettungsbrett, und stellt eine Alternative zur Schaufeltrage dar. Verwendung findet es vor allem bei Personen, bei denen der Verdacht auf eine Halswirbelsäulen- oder Wirbelsäulenverletzung besteht. Wie bei der Schaufeltrage, wird auch das Spineboard immer in Kombination mit einer HWS-Schiene (Stifneck Select) verwendet.

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Liegend wird der Verletzte von mehreren Helfern achsengerecht auf das Board gedreht, sitzt der Verletzte, so wird er  von mehreren Helfern achsengerecht auf das Board gezogen. Dies geschieht ,ebenso wie bei der Schaufeltrage, so schonend wie möglich. Bei sitzenden Personen ist auch eine Rettung in Kombination mit dem Rettungskorsett (KED) oder mittels BOA-Technik möglich.Ist die Person auf dem Board gelagert, so wird sie mit einer Kopffixierung (Laerdal Speed Blocks) und mehreren Gurten fixiert und so bestmöglich immobilisiert. Eine Umlagerung auf eine Vakuummatratze ist nicht mehr notwendig, der Verletzte kann mit dem Spineboard vom Rettungsdienst in das Krankenhaus gebracht werden. Im Gegensatz zur Schaufeltrage ist das Spineboard röntgendruchlässig. Aufgrund seiner Schwimmfähigkeit kann das Spineboard auch für die Wasserrettung verwendet werden.

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Shortboard – RESCATE JOTA S2C
Das Shortboard ist bei der Rettung aus beengten Situationen vorallem bei der Rettung aus Fahrzeugen ein unverzichtbares Hilfsmittel und eine sinnvolle Ergänzung in Verbindung mit Spineboard, Schaufeltrage und Vakuummatratze.

Rettungskorsett –  KED
Das Rettungskorsett (Kendrick Extrication Device) wurde ursprünglich vom Militär, für die Rettung von Verletzten aus Panzern, entwickelt und hat in den letzten Jahren auch im zivilen Rettungsdienst Einzug gehalten. Es eignet sich sehr gut zur schonenden Rettung aus Fahrzeugen und Schächten.
Das KED besteht aus einem Kunststoffgewebe, das von senkrechten Stäben verstärkt wird und sich dadurch in Längsrichtung nicht verformen lässt. Das KED wird mit mehreren Gurten an Rumpf und Kopf des Patienten fixiert und stabilisiert so Wirbelsäule und Halswirbelsäule. Auch das KED wird so wie Schaufeltrage und Spineboard immer in Verbindung mit einer HWS-Schiene (Stifneck Select) verwendet.
Nach dem Anlegen des KED kann der Verletzte an Griffen, die am KED angebracht sind, zB. aus einem PKW gehoben und auf die Vakuummatratze des Rettungsdienstes umgelagert werden. Auch das KED ist röntgendurchlässig und kann während des gesamten Transportes am Patienten verbleiben.

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Korbtrage – Ferno 71
Die Korbtrage oder auch Schleifkorbtrage wird für die sichere und patientengerechte Rettung von Verletzten aus unwegsamen Gelände oder schwer zugänglichen Gebäuden verwendet. Die Korbtrage wird auch bei der Rettung von Verletzten aus Höhen und Tiefen eingesetzt, dafür steht eine spezielle Abseilspinne zur Verfügung. Der Verletzte wird dabei durch die Wannenform der Trage optimal geschützt. Bei Verdacht auf HWS- oder Wirbelsäulenverletzungen wird die Trage immer in Kombination mit Schaufeltrage, Spineboard, KED oder Vakuummatratze verwendet.

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