Sanität – Schwerpunktschulung

Um bei Einsätzen mit verunfallten Personen bestens gerüstet zu sein, steht in regelmäßigen Abständen, für die KameradInnen der FF Markt Mooskirchen eine Sanitätsschulung auf dem Programm.

Jedem Feuerwehrmitglied sollte es möglich sein, die lebensrettenden Sofortmaßnahmen durchführen zu können. Bei Einsätzen, in der Zeit bis zum Eintreffen der Rettung, als bestmögliche Verstärkung und Unterstützung der Rettungssanitäter bis zum Abtransport des Patienten mit dem Rettungswagen.

Nach kurzer Begrüßung durch die Sanitätsbeauftragte LM d.S. Sandra Schirgi, wurden die anwesenden KameradInnen auf drei Stationen aufgeteilt, die alle TeilnehmerInnen durchlaufen mussten. Im Stationsbetrieb wurde die Sanitätsbeauftragte vom Kommandanten-Stellvertreter OBI Ing. Philipp Müller und Bereichssanitätsbeauftragten BI d.S. Stefan Fuchsbichler in der Schulung unterstützt.

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Station 1:
Bei dieser Station wurden die richtige Handhabung des Spineboards und die strukturierte Patientenbeurteilung mittels ABC(DE)-Schema geübt. Hierbei wurden Atemwege (Airway), die Atmung selbst (Breathing) und der Blutkreislauf (Circulation) kontrolliert. Weiters wurden auch die Möglichkeiten der Stillung von starken Blutungen trainiert.
Bei der anschließenden Übungsannahme wurde eine Person aus dem PKW, mittels Rettungsboa auf das Spineboard gezogen und somit erfolgreich und möglichst schnell aus dem Fahrzeug befreit.

Station 2:
Hier wurde die schonende Abnahme eines Sturzhelms und das Anlegen eines Stifnecks trainiert. Der Stifneck aus dem Notfallrucksack ist eine verstellbare Halskrause, die bei Verdacht auf Halswirbelsäulenverletzungen eingesetzt wird. Der Notfallrucksack befindet sich jeweils in gleicher Ausstattung in den Fahrzeugen KRF-S Tunnel und RLF-A 2000/200. Stefan Fuchsbichler erklärte den Inhalt des umfangreich ausgestatteten Rucksackes, der an der Unfallstelle auch von zufällig vorbeikommenden Ärzten genutzt werden kann.

Station 3:
Stationsschwerpunkt war die Kontrolle der Lebensfunktionen und die verschiedenen Lagerungsarten als Maßnahmen spezieller Notfälle wie zum Beispiel bei starken Blutungen, Brust-, Bauch-, Schädel- und Hirnverletzungen, Schock und je nach Ursache der Bewusstlosigkeit. Ein weiteres Schulungsziel war die Versorgung von starken Blutungen und das Anlegen von Verbänden am Beispiel eines Armbruches.

Danke an die Sanitätsbeauftragte LM d.S. Sandra Schirgi für die Organisation dieser Schwerpunktschulung. Durch ihre Begeisterung und Motivation wurde die Schulung für die 26 teilnehmenden KameradInnen zu einer lehrreichen und spannenden Veranstaltung.

Hinweis: Auf die im Sanitätseinsatz notwendige Verwendung von Einweghandschuhen wurde bei dieser Schulung teilweise verzichtet.

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